Die Diamantelektrode hat die größte bekannte Überspannung, um Sauerstoff und Wasserstoff zu generieren. Dabei wird keine Energie verschwendet, sondern diese nahezu vollständig zur Erzeugung von OH-Radikalen als stärkstes bekanntes Oxidationsmittel genutzt. Die Diamantbeschichtung ist sehr korrosionsbeständig gegenüber Salzen und Chemikalien im Elektrolyt. Als Basismaterial für unsere Bor-dotierten Diamantelektroden setzen wir auf Polysilizium. Dieses ersetzt das marktübliche Niob-Substrat und ist dabei wesentlich kostengünstiger und besser verfügbar. Durch die mechanische Substratbehandlung sind das Elektroden- und Zelldesign zudem individuell auslegbar.
Bei tribologischen Beschichtungen wird in der Regel zuerst an DLC (Diamond like Carbon) gedacht, dieses verschleißt jedoch im Vergleich zu unserer “echten” Diamantbeschichtung sehr viel schneller. Wo herkömmliche Mischreibungs-Paarungen an ihre Grenzen stoßen, hilft unsere “echte” Diamantbeschichtung dabei, den entscheidenden Schritt weiter gehen zu können.
Wo kommt unsere Diamantbeschichtung zum Einsatz?
Diamantbeschichtete Elektroden kommen vorrangig bei der Behandlung von Abwasser oder zum Recycling von Prozesswasser zum Einsatz. Hierbei wird mit dieser Technologie der Anteil von Organik im Wasser reduziert. Auch thermisch wie chemisch sehr stabile Stoffe, wie z. B. Hormon- oder Medikamentenrückstände, werden oxidativ zerstört.
Im tribologischen Bereich profitieren unsere Kunden aus der Gleitringdichtungs- und Pumpenindustrie in besonders herausfordernden Anwendungsumgebungen von unserem Know-how. Beispielsweise, wenn die Reinheitsanforderungen den Einsatz von Graphit nicht zulassen und zudem Misch- und Trockenreibung gleichzeitig mit Abrasion auftreten. Gleitringdichtungen mit diamantbeschichteten Gleitringen sind unter anderem im Bergbau, der Chemie- und Pharma-Industrie oder auch in der Öl- und Gasindustrie zu finden.